Wir machten einen kleinen "Fotoausflug" *g* in den nahegelegenen Wald.
Steffi parkte ihr Auto einige Meter hinter einem Schild, das den Waldweg als nur für den Forstbetrieb frei kennzeichnet. Motorfahrzeuge und Gespanne haben keine Berechtigung den Weg zu benutzen. Steffi störte das anscheinend nicht großartig, sie stieg aus, schloss ihr Auto ab und begann ihren Streifzug mit Holzpantinen durch den Wald. Sie schlenderte einige hundert Meter durch den Wald und genoss die herbstilche Athmosphäre. Während einer kleinen Rast auf am Weg abgelegten Holzstämmen lauschte sie dem Zwitschern der Vögel und wippte mit ihren Pantinen, als plötzlich Förster tOm ;-) mit großen Schritten auf sie zu kam.
Sofort stellte er sie zur Rede und wollte wissen wieso sie das Verbotsschild nicht beachtete. Als Steffi dann leicht aufsässig meinte sie würde ja ihr Auto gleich wegfahren, aber trotzdem sitzen blieb und in die andere Richtung schaute, wurde Förster tOm erst richtig sauer. Er beschloss dass disziplinarische Maßnahmen nötig waren um Steffi ihr Vergehen an der Natur bewusst zu machen.
Sogleich verlangte er ihre Schuhe, die er nicht ohne Widerstand bekam. Die immer noch aufmüpfige Steffi sagte einfach: "Nö, die gebe ich nicht her." Erst als Förster tOm mit einer Anzeige drohte schlüpfte Steffi aus den Holzpantinen und ihm gelang es ihr die Pantinen abzunehmen.
So, jetzt war sie erst mal barfuß. Der Förster dirigierte Steffi aufzustehen und ihm zu folgen, es ging direkt vom Weg ab, einen steilen Wildweg entlang quer in den Wald. Dabei hatte sie einige Mühe auf dem lehmigen Boden nicht auszurutschen und fand es total eklig dort entlang laufen zu müssen. Ihr im Weg waren Pilze, ekliges Zeug wie Rehkacke, stachelige Äste, spitze Steine und matschiger Lehm. Mit lautstarkem Gezicke und Gejammere, das vom Förster immer wieder unterbunden wurde, meisterte sie schließlich den Weg.
Dann kam die zweite Disziplin des unfreiwilligen Waldmarathons. Förster tOm trug Steffi auf, Tannenzapfen zu sammeln und diese nebeneinander in Reih und Glied auf einem Baumstumpf abzulegen. Mit spitzen Sohlen stackste sie durch das piekende Unterholz und tat wie ihr befohlen. Als er die Anzahl der Tannenzapfen für ausreichend empfand befahl er Steffi sich drauf zu stellen und einige Zeit stehen zu bleiben. Es war ihr sichtlich unangenehm, denn sie veränderte immer wieder ihre Postion. Die Zeit verging aber Steffi machte ihm noch nicht den Eindruck, dass sie ihre Lektion schon gelernt hatte.
Für die dritte Disziplin sollte Steffi die kleineren, härteren und bereits weit geöffneten Tannenzapfen sammeln. Auch auf diesen stand sie tapfer, obwohl er es ihr deutlich anmerkte dass es um einiges unangenehmer war. Am meisten allerdings schimpfte sie auf die Stechmücken, denen ihre Waden und Füße sehr zu gefallen schienen.
Die vierte Etappe war trockene Äste zu sammeln, die sie auf einer Bank auszulegen hatte. Es knirschte und knackte beim geforderten Daraufstellen. Anhand Steffis Gesichtsausdruck die wohl bisher härteste Strafe, die vielen kleinen Seitenäste drückten sich tief in ihre Sohlen. Zum Abschluss der Etappe verpasste ihr Förster tOm mit einem langen Ast zischende Hiebe auf die Fußsohlen und verkündete, dass sie nun barfuß zum Auto zurück zu laufen hatte. Dort würde er ihr die Holzpantinen wieder überreichen.
Also ging es für Steffi barfuß zurück durch den ekligen und unangenehmen Wildweg und über den kalten Schotterweg bis zum Auto. Nach einer abschließenden kurzen Belehrung und dem Versprechen von Steffi, in Zukunft nie wieder einen gesperrten Waldweg zu befahren, händigte ihr Förster tOm die Schuhe aus und Steffi fuhr frustriert davon.
Unser kleiner Ausflug in den nahegelegenen Wald in der Nähe eines vielgenutzten Trimm-Dich-Pfades war nicht sonderlich einsam. Während Steffi barfuß zurück lief überholten uns zwei Nordic-Walkerinnen sowie ein Jogger, und am Auto angekommen kam eine junge Frau auf einem Pferd vorbeigeritten. Alle schauten etwas verwundert. Selbst im Wald als Steffi auf den kleinen Tannenzapfen stand wurden wir von Spaziergängern beobachtet, die dann schnell weiterzogen.
Dabei entstanden 83 Bilder und ein knapp 25 (!) Minuten langes Video.
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